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DIABETES ©

Der Diabetes: Eine psychosomatische Krankheit?

 

Übersicht:

Diabetes ist eine organische Erkrankung: Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht mehr so viel Insulin, wie der Körper für einen normalen Blutzuckerspiegel benötigt (siehe: Diabetes: Was ist das eigentlich?). Und nun komme ich her und erzähle Ihnen etwas über Psychosomatik?  

Keine Sorge, ich will Sie nicht auf die Couch legen und mit Ihnen über Ihre Träume diskutieren. Ich will Sie auch nicht fragen, ob und wie oft Sie Ihr Vater als Kind geschlagen hat. Aber trotzdem behaupte ich: Diabetes ist (auch) eine psychosomatische Erkrankung. Warum dieses? 

Vermutlich ist jede Krankheit irgendwo psychosomatisch bedingt. Entweder ursächlich (z.B. Stress oder Kummer mit der Folge von Herzrhythmusstörungen oder Magengeschwür) oder reaktiv (z.B. Krebs mit der Folge einer Depression). Beim Diabetes gibt es zumindest psychosomatische Zusammenhänge. Psychosomatisch heißt nichts anderes als dass Seele und Körper miteinander zu tun haben. Es wäre erstaunlich, wenn dies gerade beim Diabetes nicht so wäre.

Warum sollten Sie aber gerade bei Ihrem Diabetes noch solchen Zusammenhängen fahnden? Wenn Sie es nicht tun, so könnten gerade hier Hindernisse verborgen sein, die Sie an der Heilung hindern.  

Diabetes mellitus Typ II ist aus medizinischer Sicht eigentlich eine einfache Erkrankung. Wir müssen nur die Insulinresistenz vermindern, indem wir den Diabetiker dazu bringen, sich vernünftig zu ernähren, ein bisschen mehr Sport zu treiben und unterstützend ein paar von den anderen in meinem Buch empfohlenen Dinge zu tun – und schon schmelzen die Pfunde dahin, die Insulinresistenz schwindet, der Blutzucker normalisiert sich und an die gefürchteten Spätschäden verschwenden wir keinen Gedanken mehr. Alle Ärzte und die meisten Diabetiker wissen: Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Was in der Theorie so klar und einfach ist, wird praktisch kaum umgesetzt.  

Bei Ärzten sind Patienten mit Diabetes nicht gerade berühmt dafür, dass sie empfohlene Lebensstiländerungen gerne aufgreifen und umsetzen. Ich weiß, dass es „politisch nicht korrekt“ ist, davon zu schreiben. Aber ich glaube, dass Sie als Diabetiker auch das Recht haben zu erfahren, in welche Schublade Sie von den Ärzten eingeordnet werden. Vereinfacht und überspitzt ausgedrückt: Patienten mit Diabetes sind in der Regel angenehme, treue Patienten, die regelmäßig zu den empfohlenen Untersuchungen kommen, ihre Medikamente auch brav einnehmen, die auch an diversen Diabetesschulungen teilnehmen und sich das gern anhören, die man aber praktisch nicht dazu bringen kann, dauerhaft ihre Ernährung entscheidend zu ändern oder mit einem gezielten Bewegungsprogramm anzufangen und dies auch auf Dauer durchzuhalten. Die Betonung liegt immer auf der Dauer. Diabetiker sind bequem, sie möchten gern den leichten Weg gehen: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“ Wie gesagt: Schubladendenken. Ausnahmen bestätigen die Regel. 

Fragen Sie sich einmal selbst, wie viele Versuche Sie schon gemacht haben um abzunehmen. Welche Wege sind Sie dabei gegangen? Sind Sie auch schon mal den Versprechungen in der bunten Presse erlegen: „10 Kilo Abnahme in 2 Wochen, ohne die Ernährung zu ändern“ und ähnliche Anpreisungen von Wundermitteln. Dazu Fotos von dicken, unzufriedenen Frauen und schlanken, lächelnden Rehen vor bzw. nach der Wunderkur. Geld-zurück-Garantie selbstverständlich. Von Ärzten in Amerika empfohlen. Dankschreiben beglückter Menschen liegen bei. Mal ehrlich: Sind Sie darauf auch schon hereingefallen? Haben Sie dafür auch schon viel Geld ausgegeben? Und hat es geholfen? Und wenn es tatsächlich geholfen hat, wann hatten Sie Ihr altes Gewicht wieder drauf? Kennen Sie überhaupt irgendeinen Menschen, der mit einer Wunderkur dauerhaft abgenommen hat? Und immer wieder fallen Übergewichtige auf windige Versprechen herein.  

Was ist daran so verlockend? Es wird die Abnahme ohne große Anstrengung versprochen. Sie müssen nur irgendwelche Pülverchen oder Tabletten einnehmen, nachts einen patentierten Saunaanzug tragen oder elektrische Stimulatoren an den Problemzonen, die die Muskeln trainieren und Fett ohne Ihr Zutun einfach dahin schmelzen lassen. Eine kleine finanzielle Investition ist angesichts dieser verlockenden Aussichten doch gerechtfertigt. Wenn so etwas wirklich einmal wissenschaftlich untersucht wird (und zwar von unabhängigen Gutachtern, nicht von „gekauften“ Wissenschaftlern nach dem Motto „Rent a Prof“), dann stellt sich eigentlich immer die völlige Wirkungslosigkeit solcher Maßnahmen heraus. Manchmal sind sie sogar gefährlich. 

Wir bekommen also nichts geschenkt. Wir müssen uns die Gesundheit schon erarbeiten. Warum gelingt dies gerade beim Diabetes so schlecht? Einen Herzinfarktpatienten kriegen die Ärzte sehr oft dazu, das Rauchen aufzugeben – und das ist ja schon nicht so ganz einfach. Einen Patienten mit Diabetes dazu zu bringen, 10 Kilo abzunehmen, ist hingegen schwerer als ein Kamel durch ein Nadelöhr zu befördern. Warum?  

Bei Diagnosestellung der chronischen, oft mit schwerwiegenden Komplikationen vergesellschafteten Krankheit „Diabetes“ reagiert der Betroffene oft mit: 

  • Depression (kein Wunder)

  • Aggression (oft versteckt, auch gegen sich selbst)

  • Ängsten (bei den Komplikationen nicht erstaunlich)

  • Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen („warum esse ich auch nur so viel“)

  • Verleugnungstendenzen („wird schon nicht so schlimm sein, jetzt habe ich schon 10 Jahre Diabetes und merke nichts von Komplikationen“)

Gerade dann, wenn er eigentlich psychische Unterstützung benötigt, bekommt er viele Anweisungen, die er befolgen muss. Der Arzt kontrolliert ihn mit Waage und Laborwerten und tadelt ihn, wenn die Werte wieder mal schlechter geworden sind. Der Diabetiker ist selten ein Mensch, der von sich aus gern über Gefühle redet und im psychischen Bereich Hilfe sucht. Aber gerade er hätte sie bitter nötig. 

Er hat im Laufe seines Lebens andere Strategien entwickelt. Probleme, Ärger, Sorgen werden meist „runtergeschluckt“. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Ein Stückchen Sahnetorte, ein schönes Schnitzel mit Bratkartoffeln – und schon geht es wieder besser. Dass diese Strategien langfristig nicht weiterhelfen und gerade jetzt untauglich sind, liegt auf der Hand. Doch wie soll man sie ändern? 

Erst einmal, indem man sich die kurzfristig sinnvollen, weil entlastenden, langfristig die Krankheit aber nur noch verschlimmernden Strategien erst einmal bewusst macht. Dann muss man langsam versuchen, sie zu ändern. Schreiben Sie für sich selbst auf, wann Sie besonders viel und auch noch das Falsche essen. Schreiben Sie vielleicht einen Brief an Ihren Diabetes. Schreiben Sie darin Ihre Gefühle auf, auch dem Diabetes gegenüber. Wenn Sie nicht gut schreiben können, dann reden Sie mit einer Vertrauensperson über Ihre Gefühle, über Ihr Verhalten in bestimmten Situationen. Wenn Sie beim Buffet mal wieder keine Grenzen finden konnten und wie es Ihnen danach ging. Vielleicht suchen Sie sogar die Hilfe eines Psychologen oder eines psychotherapeutisch erfahrenen Arztes auf, der sich mit Diabetes und Übergewicht gut auskennt. Entwickeln Sie (allein oder mit fremder Hilfe) neue Strategien. Programmieren Sie sich um. Wenn Sie sich zum Beispiel ärgern, dann essen Sie nichts, sondern setzen sich auf das Fahrrad und strampeln sich Ihren Frust von der Seele. Dann haben Sie nicht zusätzliche Kalorien reingeschaufelt, sondern sogar noch etwas gegen Ihr Fettpolster getan.  

Ganz wichtig: Seien Sie lieb zu sich selbst! Wenn es ein Schlagwort beim Diabetes gibt, dann passt dieses oft sehr gut: „Mangel im Überfluss!“ Mangel an Liebe, an Geborgenheit wird mit einem Überfluss an Nahrung kompensiert. Wenn es bei Ihnen tatsächlich so sein sollte, dann machen Sie sich das bewusst – und dann verändern sie sich und Ihr Verhalten.

Belohnen Sie sich für Ihre Erfolge (z.B. dass Sie seit einem Monat regelmäßig dreimal in der Woche walking machen oder dass Sie vor jedem Essen einen Salatteller zu sich nehmen). Belohnen Sie sich mit einem Kinobesuch, einem neuen Kleid (das brauchen Sie bald sowieso, wenn Sie erfolgreich sind), natürlich nicht mit kalorienhaltigen Speisen oder Getränken. Werfen Sie die Flinte nicht ins Korn, wenn Sie Ihr Ziel doch einmal verfehlt haben, strengen Sie sich das nächste Mal noch mehr an und ergründen Sie, woran es diesmal gehapert hat, verstärken Sie Ihre Erfolge hingegen positiv. Dann werden Sie erfolgreich sein!

Lassen Sie sich von mir eine Prognose erstellen, wenn Sie wissen möchten, ob für Sie das Risiko besteht, dass Sie in den nächsten 10 Jahren an Diabetes erkranken könnten und füllen Sie den Fragebogen vollständig aus - dazu klicken Sie einfach hier:
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Wie Diabetes Mellitus Typ 2 ganzheitlich und ohne (oder mit möglichst wenigen) Medikamente erfolgreich behandelt werden kann, erfahren Sie in meinem Buch, welches im Oktober 2010 in überarbeiteter und aktualisierter Neuauflage zum Preis von 14, 95 € erschienen ist: 

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Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit  

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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