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Symptome bei Diabetes ©

 Diabetes tut doch nicht weh

 

 Übersicht:

Symptome bei Diabetes - Hyperglykämie: Wenn der Zucker zu hoch ist  

Beim Typ I-Diabetes kommt es durch einen Autoimmunprozess zu einer Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Dies geht innerhalb weniger Tage bis Wochen. Darum kommt es auch in der Zeit rasch zur Symptomatik einer Überzuckerung oder sogar zum diabetischen Koma.  

Ganz anders verhält es sich beim Typ II-Diabetiker. Meist dauert es Jahre, bis sich aus einer selten früh erkannten Glukosetoleranzstörung ein manifester Diabetes entwickelt. Und dieser wird auch oft erst nach Jahren entdeckt, meist im Rahmen einer Routineuntersuchung. Es kommt mitunter vor, dass ein Diabetes erst durch Spätschäden auffällt (siehe auch Spätkomplikationen). Sehstörungen, Nervenschäden oder sogar erst der Herzinfarkt sind manchmal das erste „Symptom“ des Diabetes. Dann ist das Kind natürlich schon längst in den Brunnen gefallen.  

Bösartige Zungen behaupten, es wäre besser, wenn hohe Zuckerwerte wehtäten. Dann würde der Diabetes rascher entdeckt. Diabetiker hätten dann außerdem ein verstärktes Interesse, den Blutzucker gut einzustellen. Obwohl er medizinisch als Krankheit angesehen wird, richtet er ja direkt keinen Schaden an und verursacht keinerlei Symptome. Außer, wenn die Zuckerwerte extrem hoch sind.  

Zeichen einer Hyperglykämie (Überzuckerung)

  • vermehrtes Wasserlassen

  • dadurch bedingter Durst

  • Müdigkeit

  • Abgeschlagenheit

Zeichen eines beginnenden diabetischen Komas

  • Übelkeit

  • Erbrechen

  • Bauchschmerz

  • Azetongeruch des Atems (wie Früchte oder Nagellackentferner)

  • Vertiefte Atmung

  • Bewusstseinstrübung

  • Später Bewusstlosigkeit

Liegen die Blutzuckerwerte deutlich über der Nierenschwelle (siehe auch Rationale Diagnostik, Zucker im Urin), so verliert der Körper Zucker über den Urin. Dieser zieht aber viel Wasser und Mineralien mit. Das erklärt die Harnflut, den Durst sowie Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Außerdem ist diese Symptomatik für den Namen verantwortlich: Diabetes mellitus, der honigsüße Durchfluss.

Die Blutzuckermessung ergibt dann Werte meist über 250 mg/dl, oft aber auch 300 mg/dl und höher. Rutscht der Diabetiker dann gar in das diabetische Koma hinein, dann kommen die oben erwähnten Symptome hinzu. Die Zuckerwerte betragen dann bereits meist mehrere hundert mg/dl. Im Urin findet sich neben dem Zucker dann auch Aceton. Unbehandelt kann ein dermaßen hoher Blutzucker ins Koma und später zum Tode führen.  

Achtung: Besteht der geringste Verdacht auf einen stark erhöhten Blutzucker: Sofort Blutzucker, wenn möglich auch Urinzucker und Aceton messen. Viel trinken (ohne Zucker natürlich). Überprüfen der Medikamente. Ggf. etwas Insulin nachspritzen. Ggf. ärztliche Hilfe holen.  

Die häufigsten Ursachen für eine Zuckerentgleisung
Kurzfristig:

Langfristig:

Symptome - Hypoglykämie: Wenn der Zucker zu niedrig ist  

Der Körper hat mehrere hormonelle Gegenregulationsmechanismen, die normalerweise eine Unterzuckerung verhindern. So kann es eigentlich nur bei Hungern/Diäten/Fasten zu einer Unterzuckerung kommen. Oder wenn Sie Medikamente einnehmen, die die Insulinausschüttung stimulieren. Oder wenn Sie Insulin spritzen.  

Werte bis zu 50 mg/dl werden meist toleriert, darunter kommt es dann zu ersten Symptomen. Sinkt der Zucker dann weiter deutlich ab, treten die Symptome einer schweren Unterzuckerung auf. Im schlimmsten Fall kann eine Hypoglykämie tödlich enden.

Symptome einer leichten Hypoglykämie  

  • Schwitzen

  • Blasse Haut

  • Zittern

  • Hunger

  • Herzrasen

  • Angst

  • Nervosität

  • Pelzigkeitsgefühl um den Mund

  • Kopfschmerz

  • Ungewöhnliche Gedanken

  • Weiche Knie

Symptome einer schweren Hypoglykämie

  • Starke Konzentrationsstörungen

  • Undeutliche, verwaschene Sprache

  • Sehstörungen (Doppelbilder)

  • Schwindel

  • Aggressivität

  • Übertriebene, unangemessen Heiterkeit

  • Krampfanfall

  • Bewusstseinstrübung, Bewusstlosigkeit

Auf Außenstehende wirkt ein Diabetiker mit einer Hypoglykämie mitunter wie betrunken. Wenn Sie einen solchen Diabetiker sehen, denken Sie an eine Unterzuckerung. Der Diabetiker kann sie dann manchmal nicht mehr erkennen. Es müssen auch gar nicht alle Zeichen einer Unterzuckerung auftreten. Manchmal sind nur ein oder zwei Symptome vorhanden.  

Achtung: Nicht wenige Diabetiker nehmen wegen Bluthochdruck oder koronarer Herzkrankheit einen Beta-Blocker. Dieser kann die Symptome einer Hypoglykämie verschleiern. Man muss dann noch sorgfältiger auch auf die geringsten Symptome achten (ausführliche Informationen unter der Link: www.1-diabetes.de/medikamente/ .  

Was ist zu tun? Jedes Symptom einer Unterzuckerung ist bis zum Beweis des Gegenteils eine Unterzuckerung! 

Wenn die Symptome nicht so stark sind und Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie den Zucker messen. Nicht den Urinzucker, dieser kann nur eine Hyperglykämie, niemals aber einer Hypoglykämie anzeigen! Wenn Sie nicht sicher sind, nehmen Sie im Zweifel immer eine Unterzuckerung an. Bei einer Unterzuckerung hilft Zucker, rasch den Blutzucker anzuheben. Das schnellste und beste Mittel ist ein Stück Traubenzucker. Alle Diabetiker, die Insulin spritzen oder Insulin stimulierende Medikamente nehmen, sollten ohnehin immer Traubenzucker dabei haben. Normaler Haushaltszucker oder daraus hergestellte Nahrungsmittel tun es aber auch. Auch süßes Obst (z.B. Banane) ist effektiv. Süße Getränke sind auch angebracht – selbstverständlich dürfen es keine mit Süßstoff gesüßten Light-Getränke sein! Alles, was Diabetiker an Süßem sonst nicht dürfen, bei der Unterzuckerung ist es erlaubt und sogar geboten.  

Achtung: Alkoholische Getränke können zu einer Unterzuckerung führen – manchmal erst Stunden nach dem Genuss.  

Wenn der Diabetiker bewusstlos ist, kann er keinen Zucker mehr aufnehmen. Bitte flößen Sie ihm dann auch keinen Zucker ein (Erstickungsgefahr!). Dann muss auf jeden Fall der Notarzt benachrichtigt werden. Sie sollten dann die Atemwege frei machen, eventuelle Essensreste entfernen und ein eventuell vorhandenes Gebiss entfernen. Dann den Diabetiker in die stabile Seitenlage bringen. Mit einer rechtzeitigen Glukosespritze wird der Arzt ihn dann rasch „zurückholen“. Der Diabetiker erlangt dann oft schon während der Injektion das Bewusstsein wieder. Manche Diabetiker führen auch eine Glukagonspritze mit. Glukagon ist sozusagen das Gegenmittel zu Insulin. Wenn Sie als Angehöriger mit dem Gebrauch dieser Spritze geübt sind, dann dürfen Sie dem bewusstlosen Diabetiker mit Verdacht auf eine Hypoglykämie das Glukagon spritzen.  

Achtung: Wenn Sie Alpha-Glucosidase-Hemmer nehmen, müssen Sie reinen Traubenzucker nehmen. Die Verdauung von Haushaltszucker wird durch dieses Medikament verzögert (siehe auch bei: Medikamente).  

Wenn Sie oft Unterzuckerungen haben, sollte das Therapieregime kritisch überprüft werden. Essen Sie unregelmäßig oder vergessen Sie Mahlzeiten trotz Medikamenteneinnahme? Treiben Sie Sport und passen dann Ihre Medikamente nicht nach unten an? Hat sich durch erfolgreiche Therapien die Insulinresistenz und damit der Insulinbedarf gesenkt? Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob sie Ihre Medikamente und wenn ja in welchem Ausmaß Sie sie reduzieren sollen.

Lassen Sie sich von mir eine Prognose erstellen, wenn Sie wissen möchten, ob für Sie das Risiko besteht, dass Sie in den nächsten 10 Jahren an Diabetes erkranken könnten und füllen Sie den Fragebogen vollständig aus - dazu klicken Sie einfach hier:
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Typ-2-Diabetes. Heilung ist möglich. 
Ø
    
Vererbung: Welche Rolle spielen die Gene?
Ø
     
Klassische Risikofaktoren: Gefahr für die Gefäße
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Alternativen: Welche Möglichkeiten gibt es noch zur Blutzuckersenkung?
Ø
    
Ernährung: Wie sollte eine vernünftige Diabeteskost aussehen?
Ø
    
Gewichtsreduktion: 10 Goldene Regeln für erfolgreiches Abnehmen
Ø      Bewegung: Abnehmen im Schlaf
Ø      Die Zukunft: Wundermittel für den Diabetiker?

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit  

 © Dr. Volker Schmiedel
Chefarzt der Inneren Abteilung
FA für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Naturheilverfahren, Homöopathie
Dozent für Biologische Medizin (Univ. Mailand).

Animationen animierte Augen

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Aktualisiert: August 2010

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